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Infobroschüre Mediengestalter Digital und Print

Mediengestalter Digital und Print / Mediengestalterin Digital und Print Pünkt­lich zum Aus­bildungs­start erschien die Medien­gestal­ter-Broschüre. Die Teil­novellierung mit den neuen Wahlqualifika­tio­nen ist am 1. August 2013 in Kraft getre­ten. Die Broschüre informiert über die Neuerun­gen, ver­schiedene Tätigkeits- und Aus­bildungs­profile, die Aus­bildungs­struktur, die Ver­ord­nung mit Erläu­terun­gen, den Aus­bildungs­rah­men­plan und über Prüfungs­strukturen und Rahmen­lehr­plan.

Rahmenlehrplan

Rahmenlehrplan Berufsschule Mediengestalter Digital und Print | Mediengestalterin Digital und Print Rahmenlehrplan Berufsschule Mit der neuen Verordnung von 2013 wurden keine Veränderungen im schulischen Rahmenlehrplan vorgenommen. Der bestehende Rahmen lehrplan aus 2007 ist so interpretationsfähig, dass auch die neuen Inhalte im Unterricht berücksichtigt werden können. 42 Ziele und Inhalte des Rahmenlehrplans für den Berufsschulunterricht beziehen sich auf berufliche Qualifikationen, die sich aus typischen Tätigkeitsfeldern des Mediengestalters ableiten. Entsprechend der Komplexität des Ausbildungsberufes sind zur ganzheitlichen Kompetenzvermittlung konzeptionellgestalterische und technische Kompetenzen gemeinsam in die Lernfelder integriert. Die dabei relevanten Sozial-, Methoden- und Kommunikationskompetenzen sind in ihrer berufstypischen Ausprägung in den Lernfeldern verankert. Damit die Lernprozesse in der Berufsschule möglichst effektiv auf diese Anforderungen ausgerichtet werden können, sind alle Lernfelder handlungsorientiert gefasst. In jedem Lernfeld finden sich alle Kompetenzbereiche wieder, auch Ergebniskontrolle und Reflexion der Arbeit gehören dazu. Damit steht die berufliche Kompetenz in einem jeweils dem Stand der betrieblichen Ausbildung angemessenen Niveau im Mittelpunkt des schulischen Lernprozesses. Im ersten und zweiten Ausbildungsjahr legt der Rahmenlehrplan den Schwerpunkt auf die Vermittlung fachrichtungsübergreifender Kompetenzen, die allgemeine und crossmediale Aspekte der Medienproduktion berücksichtigen. Wie aus den Überschriften der Lernfelder ersichtlich, werden berufliche Tätigkeiten für die schulische Um- setzung beschrieben. Die Ziele und Kompetenzen der Lernfelder werden als vollständige Handlungen abgebildet, bei deren Planung, Ausführung und Reflexion die Auszubildenden sich das notwendige Wissen aneignen. Während der Ausbildungsbetrieb die Inhalte des Ausbildungsrahmenplans auf seine spezifische betriebliche Realität beziehen kann, muss die Berufsschule hier die Breite der Medienbranche grundlegend umsetzen. Daher weisen die behandelten Medienprodukte sowohl digitale Medien als auch Druckmedien auf – und der Lehrplan muss aus diesem Grund auch auf eine Differenzierung gemäß den Wahlqualifikationen der betrieblichen Ausbildung weitgehend verzichten. Die Lernfelder 1–7 sind bis zur Zwischenprüfung zu vermitteln. Im dritten Ausbildungsjahr erfolgt die Differenzierung in den Fachrichtungen. In den Fachrichtungen „Beratung und Planung“ sowie „Konzeption und Visualisierung“ findet keine Unterscheidung in Digitalmedien und Printmedien statt. Für diese beiden Fachrichtungen sind zwei gemeinsame Lernfelder aus der inhaltlichen Schnittmenge Marketing, Konzeption und Präsentation im Umfang von insgesamt 160 Stunden vorgesehen. Die verbleibenden Lernfelder dienen der fachrichtungsspezifischen Vertiefung. In der Fachrichtung „Gestaltung und Technik“ ist eine Vertiefung im Umfang von 120 Stunden in die Bereiche Digitalmedien und Printmedien vorgesehen. Neben dem Medienprojekt werden hier die schwerpunktspezifischen Inhalte aus den Lernfeldern des ersten und zweiten Schuljahres vertieft und erweitert. Die Vertiefung und Erweiterung von Inhalten anderer Lernfelder ist ein wesentliches Merkmal des Rahmenlehrplans. Die Komplexität des Berufes wird über verschiedene Lernfelder strukturiert und entfaltet. Die Anforderungen an Planung der Arbeit und Präsentation der Ergebnisse sind ein wesentliches Element, die gestalterischen Aufgaben sind komplex, die damit verbundenen technischen Anforderungen müssen selbstständig gelöst werden. Bei der Konzeption von Unterricht sind daher die inhaltlichen Bezüge zu anderen Lernfeldern zu berücksichtigen – sonst lassen sich auch die Zeitvorgaben nicht einhalten. Die Vermittlung fremdsprachlicher Qualifikationen gemäß der Ausbildungsordnung zur Entwicklung entsprechender Kommunikationsfähigkeit ist mit 40 Stunden in die Lernfelder integriert. Darüber hinaus können 80 Stunden berufsspezifische Fremd sprachenvermittlung als freiwillige Ergänzung der Länder angeboten werden. Mediengestalter Digital und Print | Mediengestalterin Digital und Print

Mediengestalter Digital und Print | Mediengestalterin Digital und Print Rahmenlehrplan Berufsschule Lernfeld-Struktur des Rahmenlehrplans 1. Ausbildungsjahr, 320 Stunden Fachtheorie Den Medienbetrieb und seine Produkte präsentieren Medienprodukte typografisch gestalten Ausgabedateien druckverfahrensorientiert erstellen Computerarbeitsplatz und Netzwerke nutzen, pflegen und konfigurieren Eine Website gestalten und realisieren 40 Stunden LF 1 60 Stunden LF 2 80 Stunden LF 3 60 Stunden LF 4 80 Stunden LF 5 2. Ausbildungsjahr, 280 Stunden Fachtheorie Bilder gestalten, erfassen und bearbeiten Daten für verschiedene Ausgabeprozesse aufbereiten Medien datenbankgestützt erstellen Logos entwickeln und Corporate Design umsetzen 80 Stunden LF 6 60 Stunden LF 7 60 Stunden LF 8 80 Stunden LF 9 3. Ausbildungsjahr, 280 Stunden Fachtheorie in einer der drei Fachrichtungen Fachrichtung Beratung und Planung Kunden beraten und Marketingziele bestimmen Fachrichtung Konzeption und Visualisierung Fachrichtung Gestaltung und Technik Medien gestaltungsorientiert integrieren 80 Stunden LF 10 a/b 80 Stunden LF 10 c Medienprodukte konzipieren und präsentieren Ein Medienprojekt realisieren 80 Stunden LF 11 a/b 80 Stunden LF 11 c Druckprodukte planen und kalkulieren Printmedien gestalten und Grafiken erstellen Print Farbmanagement nutzen und pflegen Digital Dynamische Websites konzipieren und programmieren 80 Stunden LF 12 a 80 Stunden LF 12 b 60 Stunden LF 12 c 60 Stunden LF 12 d Digitalmedienprodukte planen und kalkulieren Konzeptionen für Digital medien gestalterisch umsetzen Ausgabetechnik nutzen Digitalmedien gestalten und bearbeiten 40 Stunden LF 13 a 40 Stunden LF 13 b 60 Stunden LF 13 c 60 Stunden LF 13 d 43 Zentral-Fachausschuss Berufsbildung Druck und Medien (ZFA)