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Infobroschüre Mediengestalter Digital und Print

Mediengestalter Digital und Print / Mediengestalterin Digital und Print Pünkt­lich zum Aus­bildungs­start erschien die Medien­gestal­ter-Broschüre. Die Teil­novellierung mit den neuen Wahlqualifika­tio­nen ist am 1. August 2013 in Kraft getre­ten. Die Broschüre informiert über die Neuerun­gen, ver­schiedene Tätigkeits- und Aus­bildungs­profile, die Aus­bildungs­struktur, die Ver­ord­nung mit Erläu­terun­gen, den Aus­bildungs­rah­men­plan und über Prüfungs­strukturen und Rahmen­lehr­plan.

Ausbildungsrahmenplan

Ausbildungsrahmenplan Mediengestalter Digital und Print | Mediengestalterin Digital und Print Abschnitt C: Gemeinsame Ausbildungsinhalte in der Fachrichtung Konzeption und Visualisierung Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes Zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten Zeitliche Richtwerte in Wochen im 1. bis 18. Monat 19. bis 36. Monat C.1 Analyse des Auftrags und Erarbeitung der Konzeption (§ 4 Abs. 2 Abschnitt C Nr. 1) C.2 Visualisierung der Ideen und Entwürfe (§ 4 Abs. 2 Abschnitt C Nr. 2) C.3 Gestaltungsabstimmung (§ 4 Abs. 2 Abschnitt C Nr. 3) C.4 Mediengerechte Ausarbeitung (§ 4 Abs. 2 Abschnitt C Nr. 4) a) Anforderungen des Kunden auswerten, Aufgabenstellung ableiten und Auftragsziele festlegen b) Auftragsumfeld recherchieren; Zielgruppen analysieren und definieren c) Kreativitätstechniken zur Ideensammlung einsetzen d) Ideen medienspezifisch auf technische, wirtschaftliche und terminliche Rahmenbedingungen prüfen e) Konzeptionen erstellen, mit der Aufgabenstellung abgleichen und Entscheidungsprozesse dokumentieren a) Gestaltungsvarianten entwickeln, dabei insbesondere Perspektive, Stilmittel, Typografie und Bildwirkung berücksichtigen b) Grafische Zeichen entwerfen c) Grafiken, Diagramme und Illustrationen entwerfen d) Gestaltungsraster unter Berücksichtigung von Formaten, Textund Bildinhalten entwickeln e) Bildmotive unter Berücksichtigung von Bildaussage und -wirkung auswählen und bearbeiten f) Gestaltung auf Ausgabemedien abstimmen, dabei insbesondere Farbe, Kontrast, Struktur, Textur und Materialbeschaffenheit berücksichtigen g) Medienprodukte präsentationsreif vorbereiten a) Kommunikationsregeln anwenden und ihre Auswirkungen auf Kommunikationsprozesse berücksichtigen b) Ideenentwicklung und Varianten präsentieren; Gestaltungskonzepte vorstellen und begründen c) Entscheidungsprozesse mit dem Kunden abschließen und dokumentieren a) Entwürfe entsprechend dem Ergebnis der Gestaltungsabstimmung optimieren b) Entwurfsdateien auf Vollständigkeit und technische Umsetzbarkeit prüfen c) Entwürfe mediengerecht und produktionsfähig erstellen d) Mediengerechte Kontrollverfahren zur Qualitätssicherung einsetzen e) Arbeitsergebnisse bewerten und mit Auftragsanforderungen abstimmen 7 7 7 7 Anmerkung: Zu beachten ist, dass sich nur in Verbindung mit den Wahlqualifikationen ein sinnvoller und strukturierter Ausbildungsablauf (betrieb licher Ausbildungsplan) ergibt. Sowohl die W1- als auch die W3-Qualifikationen sind auf Grund der in § 4 Abs. 3 aufgeführten Zuordnung (siehe Seite 14) festgelegt. Es bestehen also keine Wahl möglichkeiten. Lediglich innerhalb der W2-Qualifikationen kann zwischen Gestaltung von Print medien oder Digitalmedien gewählt werden. Die W2­ Qualifikation II.3 (Designkonzeption I) muss zwangsläufig gewählt werden, da als W3-Qualifikation die Designkonzeption II vorgegeben ist. 26 Mediengestalter Digital und Print | Mediengestalterin Digital und Print

Mediengestalter Digital und Print | Mediengestalterin Digital und Print Ausbildungsrahmenplan Abschnitt D: Gemeinsame Ausbildungsinhalte in der Fachrichtung Gestaltung und Technik Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes Zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten Zeitliche Richtwerte in Wochen im 1. bis 18. Monat 19. bis 36. Monat D.1 Arbeitsplanung (§ 4 Abs. 2 Abschnitt D Nr. 1) D.2 Gestaltungsorientierte Produktion (§ 4 Abs. 2 Abschnitt D Nr. 2) D.3 Technisch orientierte Produktion (§ 4 Abs. 2 Abschnitt D Nr. 3) D.4 Übergabe- und Ausgabeprozesse (§ 4 Abs. 2 Abschnitt D Nr. 4) a) Arbeitsauftrag analysieren, Verfahrenswege für die Produktion auswählen und festlegen b) Zeitbedarf für Produktionsschritte ermitteln, technische Kapazitäten prüfen, planen und überwachen c) Arbeitsunterlagen und Daten auftragsbezogen bereitstellen d) Daten aus unterschiedlichen Quellen übernehmen und auf Verwendbarkeit und Vollständigkeit prüfen e) Bei der Nutzung von Daten rechtliche Vorschriften beachten f) Arbeitsergebnisse dokumentieren a) Kundenvorgaben und eigene Gestaltungsideen aufbereiten und präsentieren b) Grafische Elemente themenbezogen entwerfen und technisch realisieren c) Bilder und Grafiken unter gestalterischen Gesichtspunkten bearbeiten d) Gestaltungsentwürfe nach typografischen und gestalterischen Regeln technisch umsetzen e) Geeignete Softwaretools zur Medienproduktion auswählen und anwenden f) Arbeitsergebnisse gestaltungsorientiert prüfen und optimieren a) Analog-Digital-Wandlung durchführen b) Medienspezifische Daten mit Anwendungsprogrammen bearbeiten, korrigieren und optimieren c) Produktionsprozess steuern und überwachen, dabei Routineprozesse erkennen, anpassen und durchführen d) Daten nach Vorgaben zu einem Medienprodukt zusammenführen, strukturiert sichern und archivieren e) Daten in Netzwerken verwalten und Datensicherheit gewährleisten f) Arbeitsvorgänge dokumentieren, Ergebnisse kontrollieren und bei Abweichungen korrigieren a) Produkte übergabe- oder ausgabegerecht zusammenstellen b) Übergabe- oder Ausgabeprozesse unter Einhaltung von Fertigungsvorgaben steuern und optimieren c) Ergebnisse auf Einhaltung von Kundenvorgaben und Qualitätsvorgaben prüfen und bei Abweichungen korrigieren d) Produkte übergeben oder ausgeben e) Übergabe- oder Ausgabeprozesse dokumentieren 7 7 7 7 Anmerkung: Zu beachten ist, dass sich nur in Verbindung mit den Wahlqualifikationen ein sinnvoller und strukturierter Ausbildungsablauf (betrieblicher Ausbildungsplan) ergibt. Da in dieser Fachrichtung sowohl im Printmedienbereich, als auch im Digitalmedienbereich ausgebildet werden kann, mussten einige Inhalte „neutral“ formuliert werden, damit ein entsprechender Interpretationsspielraum in der Praxis besteht. Zum Teil wurden auch Oder-Formulierungen gewählt, um der jeweiligen Spezialisierung gerecht zu werden. Deutlich wird dies insbesondere in der laufenden Nummer D.4 „Übergabe- und Ausgabe prozesse“. In der Printmedienprodukion sind es eindeutig Ausgabeprozesse, die beherrscht werden sollten, während in der Digital medienproduktion diese Bezeichnung nicht treffend wäre, weshalb man sich hier für „Übergabeprozesse“ entschieden hat. 27 Zentral-Fachausschuss Berufsbildung Druck und Medien (ZFA)