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Infobroschüre Mediengestalter Digital und Print

Mediengestalter Digital und Print / Mediengestalterin Digital und Print Pünkt­lich zum Aus­bildungs­start erschien die Medien­gestal­ter-Broschüre. Die Teil­novellierung mit den neuen Wahlqualifika­tio­nen ist am 1. August 2013 in Kraft getre­ten. Die Broschüre informiert über die Neuerun­gen, ver­schiedene Tätigkeits- und Aus­bildungs­profile, die Aus­bildungs­struktur, die Ver­ord­nung mit Erläu­terun­gen, den Aus­bildungs­rah­men­plan und über Prüfungs­strukturen und Rahmen­lehr­plan.

Verordnung

Verordnung Mediengestalter Digital und Print | Mediengestalterin Digital und Print Verordnungsteil (6) Für den Prüfungsbereich Kommunikation bestehen folgende Vorgaben: Der Prüfling soll darstellen, dass er in der Lage ist, 1. deutsch- und englischsprachige Informationsquellen zu nutzen, 2. Korrekturen normgerecht durchzuführen, 3. Kommunikationsformen und -regeln anzuwenden, 4. Kommunikationswege und -mittel zu nutzen, 5. Arbeitsabläufe und -ergebnisse zu dokumentieren. Der Prüfling soll schriftlich praxisbezogene Aufgaben bearbeiten. Die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten. Erläuterungen In den Ziffern 1. bis 5. sind die Kompetenzen dargestellt, die in dem Prüfungsbereich nachzuweisen sind. Sie machen deutlich, dass englischsprachige Teile in der Prüfung ebenso vorkommen können wie die Anwendung normgerechter Korrekturzeichen, die Interpretation von Arbeitsabläufen, die Dokumentation von Arbeitsergebnissen sowie die Anwendung von Kommunikationsregeln, -wegen und -mitteln. (7) Für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen folgende Vorgaben: Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist, allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufsund Arbeitswelt darzustellen und zu beurteilen. Der Prüfling soll schriftlich praxisbezogene Aufgaben bearbeiten. Die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten. Hier werden weiterhin die PAL-Prüfungsaufgaben zur Anwendung kommen. (8) Die einzelnen Prüfungsbereiche sind wie folgt zu gewichten: 1. Gestaltungsumsetzung und technische Realisation mit 50 Prozent, 2. Konzeption und Gestaltung mit 15 Prozent, 3. Medienproduktion mit 15 Prozent, 4. Kommunikation mit 10 Prozent, 5. Wirtschafts- und Sozialkunde mit 10 Prozent. Die praktische Aufgabe „Gestaltungsumsetzung und technische Realisation“ wird mit 50 Prozent der gesamten Abschlussprüfung gewichtet. Die beiden fachspezifischen Prüfungsbereiche 2 und 3 werden mit jeweils 15 Prozent etwas höher gewichtet als die Prüfungsbereiche 4 und 5 mit jeweils 10 Prozent. (9) Die Abschluss- oder Gesellenprüfung ist bestanden, wenn die Leistungen wie folgt bewertet worden sind: 1. im Gesamtergebnis mit mindestens „ausreichend“, 2. im Prüfungsbereich Gestaltungsumsetzung und technische Realisation mit mindestens „ausreichend“, 3. in mindestens drei weiteren Prüfungs bereichen mit mindestens „ausreichend“ und 4. in keinem Prüfungsbereich mit „ungenügend“. Sowohl im Gesamtergebnis als auch im praktisch zu prüfenden Prüfungsbereich 1 müssen mindestens ausreichende Leistungen erbracht werden. In drei weiteren Prüfungsbereichen müssen ebenfalls mindestens ausreichende Leistungen erbracht werden. Die Prüfung ist auch dann nicht bestanden, wenn ein Prüfungsbereich mit ungenügend bewertet wurde. Insgesamt bedeutet dies, dass nur in einem schriftlichen Prüfungsbereich eine mangelhafte Note erlaubt ist. (10) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der mit schlechter als „ausreichend“ bewerteten Prüfungsbereiche nach Absatz 2 Nummer 2 bis 5 durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Abschluss- oder Gesellenprüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis von 2:1 zu gewichten. Es besteht die Möglichkeit der mündlichen Ergänzungsprüfung, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben könnte, allerdings nur in einem schriftlich zu prüfenden Prüfungsbereich. § 10 Inkrafttreten, Außerkrafttreten Diese Verordnung tritt am 1. August 2013 in Kraft. Gleichzeitig treten die Verordnung über die Berufsausbildung zum Mediengestalter Digital und Print/zur Mediengestalterin Digital und Print vom 2. Mai 2007 (BGBl. I S. 628), die Verordnung über die Berufsausbildung zum Dekorvorlagenhersteller/zur Dekorvorlagenherstellerin vom 15. Dezember 1994 (BGBl. I S. 3828), die Verordnung über die Berufsausbildung zum Fotolaboranten/zur Fotolaborantin vom 16. Januar 1981 (BGBl. I S. 88) und die Verordnung über die Berufsausbildung zum Fotomedienlaboranten/zur Fotomedienlaborantin vom 10. Dezember 1997 (BGBl. S. 3177) außer Kraft. Für alle zum Zeitpunkt dieser neuen Ausbildungsordnung bereits in Ausbildung befindlichen Auszubildenden, die eine Ausbildung zum Mediengestalter absolvieren, gelten die Vorschriften der alten Ausbildungsordnung vom 2. Mai 2007. Ausbildungsverträge, die zwar schon geschlossen wurden, aber erst zum 1. August 2013 begonnen werden, sollten auf die neue Ausbildungsordnung umgeschrieben werden. Berlin, den 26. April 2013 Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie In Vertretung 22 Mediengestalter Digital und Print | Mediengestalterin Digital und Print

Mediengestalter Digital und Print | Mediengestalterin Digital und Print Ausbildungsrahmenplan Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Mediengestalter Digital und Print /Mediengestalterin Digital und Print Abschnitt A: Gemeinsame Ausbildungsinhalte für alle Fachrichtungen Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes Zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten Zeitliche Richtwerte in Wochen im 1. bis 18. Monat 19. bis 36. Monat A.1 Arbeitsorganisation (§ 4 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 1) a) Auftragsunterlagen sowie analoge und digitale Vorlagen entsprechend der Auftragsbeschreibung auf Vollständigkeit und technische Umsetzbarkeit prüfen, dabei medienspezifische Besonderheiten berücksichtigen b) Auftragsziele und Teilaufgaben definieren, dabei auftragsgerechte Qualitätskriterien berücksichtigen und Verfahrenswege für die Produktion ableiten c) Medienrechtliche Vorschriften bei der Auftragsplanung berücksichtigen d) Termine planen und überwachen, dabei technische Realisierungsmöglichkeiten und terminliche Vorgaben berücksichtigen e) Arbeitsanweisungen erstellen und Arbeitsabläufe dokumentieren f) Deutsch- und englischsprachige Informationsquellen nutzen g) Auskünfte erteilen und einholen, auch in einer Fremdsprache h) Verhaltensweisen, Normen und Werte anderer Kulturen bei geschäfftlichen Kontakten berücksichtigen i) Aufgaben im Team planen und bearbeiten; Ergebnisse abstimmen und auswerten j) Möglichkeiten zur Konfliktregelung im Team anwenden 10 k) Materialeinsatz und Zeitaufwand dokumentieren und im Soll‐Ist‐Vergleich bewerten l) An der Gestaltung des eigenen Arbeitsplatzes unter Berücksichtigung betrieblicher Vorgaben und ergonomischer Aspekte mitwirken m) Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsorganisation und ‐abläufe vorschlagen n) Den wirtschaftlichen und umweltschonenden Einsatz von Arbeits- und Organisationsmitteln bei der Arbeitsorganisation berücksichtigen 4 A.2 Gestaltungsgrundlagen (§ 4 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 2) a) Grundelemente der Gestaltung unter Berücksichtigung der Gestaltgesetze einsetzen b) Proportion, Rhythmus, Farbe und Kontrast bei der Gestaltung berücksichtigen c) Mediengerechte Gestaltungskompositionen frei und nach Layoutvorgaben erstellen d) Schriftwirkung beurteilen und Regeln der Makro- und Mikrotypografie anwenden e) Schreib- und Gestaltungsvorschriften anwenden sowie Normvorschriften beachten f) Medienprodukte unter medien- und zielgruppenspezifischen Aspekten gestalten, beurteilen und optimieren 18 g) Schriften medien- und gestaltungsorientiert auswählen, dabei den stilistischen und aktuellen Verwendungskontext berücksichtigen h) Farbe als Gestaltungsmittel einsetzen, dabei Aspekte der Farbphysiologie und -psychologie berücksichtigen i) Grafiken und Bilder nach Inhalt und Aussage auswählen und gestalterisch einsetzen j) Produktionstypische Maße und Einheiten anwenden und umrechnen k) Medienrechtliche Vorschriften bei der Gestaltung berücksichtigen 10 A.3 Datenhandling (§ 4 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 3) a) Systemkomponenten und Softwareapplikationen auftragsbezogen auswählen und einsetzen b) Datenformate unterscheiden und in verschiedenen Anwendungsbereichen einsetzen c) Datenorganisation und -verwaltung auftragsspezifisch nutzen, Dateinamen­ Konventionen anwenden d) Erkenntnisse aus dem Zusammenhang von Arbeitsabläufen, Datenflüssen und Schnittstellen für die eigene Arbeitsorganisation nutzen e) Daten verwendungsbezogen bereitstellen und ausgeben f) Systeme zur Datensicherheit anwenden g) Interne und externe Dienste und Netze für den Informationsaustausch nutzen h) Daten für die Datenübertragung optimieren 16 23 Zentral-Fachausschuss Berufsbildung Druck und Medien (ZFA)