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Infobroschüre Mediengestalter Digital und Print

Mediengestalter Digital und Print / Mediengestalterin Digital und Print Pünkt­lich zum Aus­bildungs­start erschien die Medien­gestal­ter-Broschüre. Die Teil­novellierung mit den neuen Wahlqualifika­tio­nen ist am 1. August 2013 in Kraft getre­ten. Die Broschüre informiert über die Neuerun­gen, ver­schiedene Tätigkeits- und Aus­bildungs­profile, die Aus­bildungs­struktur, die Ver­ord­nung mit Erläu­terun­gen, den Aus­bildungs­rah­men­plan und über Prüfungs­strukturen und Rahmen­lehr­plan.

Verordnung

Verordnung Mediengestalter Digital und Print | Mediengestalterin Digital und Print Verordnungsteil (8) Die einzelnen Prüfungsbereiche sind wie folgt zu gewichten: 1. Designkonzeption und Visualisierung mit 50 Prozent, 2. Konzeption und Gestaltung mit 15 Prozent, 3. Medienproduktion mit 15 Prozent, 4. Kommunikation mit 10 Prozent, 5. Wirtschafts- und Sozialkunde mit 10 Prozent. Erläuterungen Die praktische Aufgabe „Designkonzeption und Visualisierung“ wird mit 50 Prozent der gesamten Abschlussprüfung gewichtet. Die beiden fachspezifischen Prüfungsbereiche 2 und 3 werden mit jeweils 15 Prozent etwas höher gewichtet als die Prüfungsbereiche 4 und 5 mit jeweils 10 Prozent. (9) Die Abschluss- oder Gesellenprüfung ist bestanden, wenn die Leistungen wie folgt bewertet worden sind: 1. im Gesamtergebnis mit mindestens „ausreichend“, 2. im Prüfungsbereich Designkonzeption und Visualisierung mit mindestens „ausreichend“, 3. in mindestens drei weiteren Prüfungs bereichen mit mindestens „ausreichend“ und 4. in keinem Prüfungsbereich mit „ungenügend“. Sowohl im Gesamtergebnis als auch im praktisch zu prüfenden Prüfungsbereich 1 müssen mindestens ausreichende Leistungen erbracht werden. In drei weiteren Prüfungsbereichen müssen ebenfalls mindestens ausreichende Leistungen erbracht werden. Die Prüfung ist auch dann nicht bestanden, wenn ein Prüfungsbereich mit ungenügend bewertet wurde. Insgesamt bedeutet dies, dass nur in einem schriftlichen Prüfungsbereich eine mangelhafte Note erlaubt ist. (10) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der mit schlechter als „ausreichend“ bewerteten Prüfungsbereiche nach Absatz 2 Nummer 2 bis 5 durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Abschluss- oder Gesellenprüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis von 2:1 zu gewichten. Es besteht die Möglichkeit der mündlichen Ergänzungsprüfung, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben könnte, allerdings nur in einem schriftlich zu prüfenden Prüfungsbereich. § 9 Abschluss- oder Gesellenprüfung in der Fachrichtung Gestaltung und Technik (1) Durch die Abschluss- oder Gesellenprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. Der Prüfling soll nachweisen, dass er 1. die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, 2. die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und 3. mit dem im Berufsschulunterricht vermittelten für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist zugrunde zu legen. Die Abschlussprüfung ist fachrichtungsspezifisch ausgerichtet, weshalb für jede Fachrichtung ein eigenständiger Paragraf gilt (§§ 7, 8 und 9). (2) Die Abschluss- oder Gesellenprüfung besteht aus den folgenden Prüfungsbereichen: 1. Gestaltungsumsetzung und technische Realisation, 2. Konzeption und Gestaltung, 3. Medienproduktion, 4. Kommunikation, 5. Wirtschafts- und Sozialkunde. Der Prüfungsbereich 1 ist praktisch zu prüfen. Die Prüfungsbereiche 2 bis 5 sind schriftlich zu prüfen. 20 Mediengestalter Digital und Print | Mediengestalterin Digital und Print

Mediengestalter Digital und Print | Mediengestalterin Digital und Print Verordnung Verordnungsteil (3) Für den Prüfungsbereich Gestaltungsumsetzung und technische Realisation bestehen folgende Vorgaben: Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist, 1. Aufgabenstellungen zu analysieren, einen Lösungsvorschlag zu erarbeiten und zu dokumentieren, 2. eine produktionsorientierte Arbeitsplanung medienspezifisch durchzuführen, 3. Mediendaten unter gestalterischen Gesichtspunkten aufzubereiten und zu bearbeiten, 4. Teilprodukte der Medienproduktion unter Berücksichtigung von Qualitätsgesichtspunkten und wirtschaftlichen Aspekten technisch zu realisieren. Erläuterungen Dieser Teil bezieht sich auf den praktischen Teil der Abschlussprüfung. Zunächst werden unter den Ziffern 1. bis 4. die Kompetenzen aufgeführt, die in diesem Prüfungsbereich nachzuweisen sind. Zu beachten ist, dass beim Prüfungsstück der Prüfungsausschuss nur das Endergebnis beurteilt und nicht den Fertigungsweg, wie dies bei einer Arbeitsprobe der Fall ist. Von den insgesamt neun Stunden, die für diesen Prüfungsteil zur Verfügung stehen, entfallen sieben Stunden auf die Anfertigung eines Teilproduktes der Medienproduktion (durchgestaltetes Print- oder Digitalmedienprodukt), zwei Stunden für das Prüfungsstück II, das in dieser Fachrichtung ganz unterschiedlich ausfallen kann, da es von der gewählten W3-Qualifikation abhängt. Der Prüfling soll ein Prüfungsstück I und ein Prüfungsstück II erstellen. Das Prüfungsstück I besteht aus einem Lösungsvorschlag mit Arbeitsplanung und der Erstellung eines Teilproduktes der Medienproduktion. Nach Aushändigung der Aufgabenstellung ist dem Prüfungsausschuss spätestens nach zehn Arbeitstagen ein Lösungsvorschlag mit Arbeitsplanung vorzulegen. Die Anfertigung des Teilproduktes der Medienproduktion soll sieben Stunden nicht überschreiten. Bei der Aufgabenstellung für das Prüfungsstück II ist die im Ausbildungsvertrag festgelegte Wahlqualifikation nach § 4 Absatz 3 Nummer 3 zu berücksichtigen. Die Anfertigung des Prüfungsstücks II soll die Dauer von zwei Stunden nicht überschreiten. Das Prüfungsstück I ist mit 75 Prozent und das Prüfungsstück II mit 25 Prozent zu gewichten. (4) Für den Prüfungsbereich Konzeption und Gestaltung bestehen folgende Vorgaben: Der Prüfling soll darstellen, dass er in der Lage ist, 1. Arbeitsaufträge zu planen und Verfahrenswege festzulegen, den Datenfluss zu überwachen und Arbeitsergebnisse zu dokumentieren, 2. Kundenvorgaben und Gestaltungsentwürfe unter Berücksichtigung der Gestaltungsgrundlagen und Normen umzusetzen, 3. Medienprodukte zu gestalten, zu beurteilen und zu optimieren, 4. medienrechtliche Vorschriften zu berücksichtigen, 5. Medienelemente produktions- und gestaltungsorientiert nach Inhalt und Aussage auszuwählen, dabei typografische und gestalterische Regeln anzuwenden. Der Prüfling soll schriftlich praxisbezogene Aufgaben bearbeiten. Die Prüfungszeit beträgt 90 Minuten. Der Prüfungsbereich Konzeption und Gestaltung wird schriftlich geprüft. Aufgeführt sind die Kompetenzen, die der Prüfling in diesem schriftlichen Prüfungsteil darstellen soll. Weitere Informationen siehe Seite 41. Aktuelle Informationen zu den Prüfungen findet man ca. 6 bis 8 Wochen vor den schriftlichen Prüfungsterminen auf der Website des ZFA unter http://www.zfamedien.de. (5) Für den Prüfungsbereich Medienproduktion bestehen folgende Vorgaben: Der Prüfling soll darstellen, dass er in der Lage ist, 1. Daten auftragsspezifisch zu erstellen, produktionsorientiert zu bearbeiten, zusammenzustellen und zu verwalten, 2. Medienprodukte übergabe- und ausgabegerecht zu erstellen, 3. Daten für die medienübergreifende und medienspezifische Nutzung aufzubereiten, 4. branchenspezifische Hardware und Software auftragsgerecht anzuwenden, 5. Produkte nach technischen Qualitätskriterien zu prüfen und zu optimieren, 6. Prozesse unter Berücksichtigung von Fertigungsvorgaben zu steuern und zu optimieren. Der Prüfungsbereich Medienproduktion wird schriftlich geprüft. Aufgeführt sind die Kompetenzen, die der Prüfling in diesem schriftlichen Prüfungsteil darstellen soll. Weitere Informationen siehe Seite 41. Aktuelle Informationen zu den Prüfungen findet man ca. 6 bis 8 Wochen vor den schriftlichen Prüfungsterminen auf der Website des ZFA unter http://www.zfamedien.de. Der Prüfling soll schriftlich praxisbezogene Aufgaben bearbeiten. Die Prüfungszeit beträgt 90 Minuten. 21 Zentral-Fachausschuss Berufsbildung Druck und Medien (ZFA)