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Infobroschüre Mediengestalter Digital und Print

Mediengestalter Digital und Print / Mediengestalterin Digital und Print Pünkt­lich zum Aus­bildungs­start erschien die Medien­gestal­ter-Broschüre. Die Teil­novellierung mit den neuen Wahlqualifika­tio­nen ist am 1. August 2013 in Kraft getre­ten. Die Broschüre informiert über die Neuerun­gen, ver­schiedene Tätigkeits- und Aus­bildungs­profile, die Aus­bildungs­struktur, die Ver­ord­nung mit Erläu­terun­gen, den Aus­bildungs­rah­men­plan und über Prüfungs­strukturen und Rahmen­lehr­plan.

Verordnung

Verordnung Mediengestalter Digital und Print | Mediengestalterin Digital und Print Verordnungsteil Erläuterungen (9) Die Abschluss- oder Gesellenprüfung ist bestanden, wenn die Leistungen wie folgt bewertet worden sind: 1. im Gesamtergebnis mit mindestens „ausreichend“, 2. im Prüfungsbereich Projektplanung und -konzeption mit mindestens „ausreichend“, 3. in mindestens drei weiteren Prüfungsbereichen mit mindestens „ausreichend“ und 4. in keinem Prüfungsbereich mit „ungenügend“. Sowohl im Gesamtergebnis als auch im im praktisch zu prüfenden Prüfungsbereich 1 müssen mindestens ausreichende Leistungen erbracht werden. In drei weiteren Prüfungsbereichen müssen ebenfalls mindestens ausreichende Leistungen erbracht werden. Die Prüfung ist auch dann nicht bestanden, wenn ein Prüfungsbereich mit ungenügend bewertet wurde. Insgesamt bedeutet dies, dass nur in einem schriftlichen Prüfungsbereich eine mangelhafte Note erlaubt ist. (10) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der mit schlechter als „ausreichend“ bewerteten Prüfungsbereiche nach Absatz 2 Nummer 2 bis 5 durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Abschluss- oder Gesellenprüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis von 2:1 zu gewichten. Es besteht die Möglichkeit der mündlichen Ergänzungsprüfung, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben könnte, allerdings nur in einem schriftlich zu prüfenden Prüfungsbereich. § 8 Abschluss- oder Gesellenprüfung in der Fachrichtung Konzeption und Visualisierung (1) Durch die Abschluss- oder Gesellenprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. Der Prüfling soll nachweisen, dass er 1. die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, 2. die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und 3. mit dem im Berufsschulunterricht vermittelten für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist zugrunde zu legen. Die Abschlussprüfung ist fachrichtungsspezifisch ausgerichtet, weshalb für jede Fachrichtung ein eigenständiger Paragraf gilt (§§ 7, 8 und 9). (2) Die Abschluss- oder Gesellenprüfung besteht aus den folgenden Prüfungsbereichen: 1. Designkonzeption und Visualisierung, 2. Konzeption und Gestaltung, 3. Medienproduktion, 4. Kommunikation, 5. Wirtschafts- und Sozialkunde. Der Prüfungsbereich 1 ist praktisch zu prüfen. Die Prüfungsbereiche 2 bis 5 sind schriftlich zu prüfen. 18 (3) Für den Prüfungsbereich Designkonzeption und Visualisierung bestehen folgende Vorgaben: Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist, 1. Kundenanforderungen zu analysieren und daraus Gestaltungsideen für Medienprodukte zu entwickeln, 2. eine Designkonzeption zu erstellen und Gestaltungsideen für Medienprodukte präsentationsreif zu visualisieren, 3. ein Produkt seiner Designkonzeption medienspezifisch aufzubereiten, 4. die Designkonzeption unter Berücksichtigung der visualisierten Gestaltungsideen zu präsentieren. Der Prüfling soll ein Prüfungsstück I und ein Prüfungsstück II erstellen und zum Prüfungsstück I eine Präsentation durchführen. Das Prüfungsstück I besteht aus einer Designkonzeption und der Realisierung eines Medienteilproduktes. Nach Aushändigung der Aufgabenstellung ist dem Prüfungsausschuss spätestens nach zehn Arbeitstagen die Designkonzeption vorzulegen. Die Realisierung des Medienteilproduktes soll 6,5 Stunden nicht überschreiten. Die Designkonzeption ist dem Prüfungsausschuss zu präsentieren. Die Präsentation soll eine Dauer von 30 Minuten nicht überschreiten. Bei der Aufgabenstellung für das Prüfungsstück II ist die im Ausbildungsvertrag festgelegte Wahlqualifikation nach § 4 Absatz 3 Nummer 3 zu berücksichtigen. Die Anfertigung des Prüfungsstücks II soll die Dauer von zwei Stunden nicht überschreiten. Das Prüfungsstück I ist mit 50 Prozent, die Präsentation mit 25 Prozent und das Prüfungsstück II mit 25 Prozent zu gewichten. Dieser Teil bezieht sich auf den praktischen Teil der Abschlussprüfung. Zunächst werden unter den Ziffern 1. bis 4. die Kompetenzen auf geführt, die in diesem Prüfungsbereich nachzuweisen sind. Zu beachten ist, dass beim Prüfungsstück der Prüfungsausschuss nur das Endergebnis beurteilt und nicht den Fertigungsweg, wie dies bei einer Arbeitsprobe der Fall ist. Von den insgesamt neun Stunden, die für diesen Prüfungsteil zur Verfügung stehen, entfallen 6,5 Stunden auf die Realisierung eines Medienteilproduktes (Entwurf), 30 Minuten stehen für die Präsentation zur Verfügung und zwei Stunden für das Prüfungsstück II, das sich in dieser Fachrichtung auf die W3-Qualifikation „Designkonzeption II“ bezieht. Dies kann z. B. eine Logogestaltung sein. Zu beachten ist, dass die Präsentation, obwohl sie nur 30 Minuten dauert, mit 25 Prozent des praktischen Prüfungsteils gewichtet wird. Mediengestalter Digital und Print | Mediengestalterin Digital und Print

Mediengestalter Digital und Print | Mediengestalterin Digital und Print Verordnung Verordnungsteil (4) Für den Prüfungsbereich Konzeption und Gestaltung bestehen folgende Vorgaben: Der Prüfling soll darstellen, dass er in der Lage ist, 1. Auftragsplanungen durchzuführen, Auftragsunterlagen zu prüfen und Arbeitsanweisungen zu erstellen, 2. Gestaltungsgrundsätze zielgruppen- und medienspezifisch anzuwenden und dabei Medien elemente nach Inhalt und Aussage auszuwählen, 3. Medienprodukte zu gestalten, zu beurteilen und zu optimieren, 4. medienrechtliche Vorschriften zu berücksichtigen, 5. Ideen mittels Kreativitätstechniken zu entwickeln und in Designkonzeptionen umzusetzen, 6. Präsentationstechniken anzuwenden, 7. Entwürfe zu visualisieren und unter Berücksichtigung medienspezifischer, gestalterischer, technischer, wirtschaftlicher und terminlicher Rahmenbedingungen zu realisieren. Erläuterungen Der Prüfungsbereich Konzeption und Gestaltung wird schriftlich geprüft. Aufgeführt sind die Kompetenzen, die der Prüfling in diesem schriftlichen Prüfungsteil darstellen soll. Weitere Informationen siehe Seite 41. Aktuelle Informationen zu den Prüfungen findet man ca. 6 bis 8 Wochen vor den schriftlichen Prüfungsterminen auf der Website des ZFA unter http://www.zfamedien.de. Der Prüfling soll schriftlich praxisbezogene Aufgaben bearbeiten. Die Prüfungszeit beträgt 90 Minuten. (5) Für den Prüfungsbereich Medienproduktion bestehen folgende Vorgaben: Der Prüfling soll darstellen, dass er in der Lage ist, 1. Zusammenhänge von medienspezifischen Arbeitsabläufen, Datenflüssen und Schnitt stellen für die Arbeitsorganisation aufzuzeigen, 2. Daten auftragsspezifisch zu erstellen, produktionsorientiert zu bearbeiten, zusammenzustellen und zu verwalten, 3. Daten für die medienübergreifende und medienspezifische Nutzung aufzubereiten, 4. Medienelemente produktorientiert zu bearbeiten, 5. Entwurfsdateien mediengerecht und produktionsfähig zu erstellen, 6. branchenspezifische Hardware und Software auftragsgerecht anzuwenden, 7. Produkte nach technischen Qualitätskriterien zu prüfen und zu optimieren. Der Prüfungsbereich Medienproduktion wird schriftlich geprüft. Aufgeführt sind die Kompetenzen, die der Prüfling in diesem schrift lichen Prüfungsteil darstellen soll. Weitere Informationen siehe Seite 41. Aktuelle Informationen zu den Prüfungen findet man ca. 6 bis 8 Wochen vor den schriftlichen Prüfungsterminen auf der Website des ZFA unter http://www.zfamedien.de. Der Prüfling soll schriftlich praxisbezogene Aufgaben bearbeiten. Die Prüfungszeit beträgt 90 Minuten. (6) Für den Prüfungsbereich Kommunikation bestehen folgende Vorgaben: Der Prüfling soll darstellen, dass er in der Lage ist, 1. deutsch- und englischsprachige Informationsquellen zu nutzen, 2. Korrekturen normgerecht durchzuführen, 3. Kommunikationsformen und -regeln anzuwenden, 4. Kommunikationswege und -mittel zu nutzen, 5. Arbeitsabläufe und -ergebnisse zu dokumentieren. In den Ziffern 1. bis 5. sind die Kompetenzen dargestellt, die in dem Prüfungsbereich nachzuweisen sind. Sie machen deutlich, dass englischsprachige Teile in der Prüfung ebenso vorkommen können wie die Anwendung normgerechter Korrekturzeichen, die Interpretation von Arbeitsabläufen, die Dokumentation von Arbeitsergebnissen sowie die Anwendung von Kommunikationsregeln, -wegen und -mitteln. Der Prüfling soll schriftlich praxisbezogene Aufgaben bearbeiten. Die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten. (7) Für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen folgende Vorgaben: Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist, allgemeine, wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufsund Arbeitswelt darzustellen und zu beurteilen. Hier werden weiterhin die PAL-Prüfungsaufgaben zur Anwendung kommen. Der Prüfling soll schriftlich praxisbezogene Aufgaben bearbeiten. Die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten. 19 Zentral-Fachausschuss Berufsbildung Druck und Medien (ZFA)