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Infobroschüre Mediengestalter Digital und Print

Mediengestalter Digital und Print / Mediengestalterin Digital und Print Pünkt­lich zum Aus­bildungs­start erschien die Medien­gestal­ter-Broschüre. Die Teil­novellierung mit den neuen Wahlqualifika­tio­nen ist am 1. August 2013 in Kraft getre­ten. Die Broschüre informiert über die Neuerun­gen, ver­schiedene Tätigkeits- und Aus­bildungs­profile, die Aus­bildungs­struktur, die Ver­ord­nung mit Erläu­terun­gen, den Aus­bildungs­rah­men­plan und über Prüfungs­strukturen und Rahmen­lehr­plan.

Verordnung

Verordnung Mediengestalter Digital und Print | Mediengestalterin Digital und Print Verordnungsteil (4) Im Prüfungsbereich Gestaltung und Realisation eines Medienproduktes soll der Prüfling eine praktische Aufgabe durchführen. In den Prüfungsbereichen Gestaltungsgrundlagen und Medienproduktion sowie Kommunikation, Arbeits- und Sozialrecht soll er Aufgaben, die sich auf Fälle aus der Praxis beziehen, schriftlich bearbeiten. Die Prüfungszeit soll sieben Stunden nicht überschreiten. Erläuterungen Der Zeitrahmen für die gesamte Zwischenprüfung beträgt höchstens sieben Stunden. Die Verteilung der Prüfungszeiten ist in der Verordnung nicht geregelt. Die Zeiten werden von der Aufgabenerstellungseinrichtung, dem Zentral-Fachausschuss Berufsbildung Druck und Medien (ZFA), festgelegt. Für den praktisch zu prüfenden Prüfungsbereich „Gestaltung und Realisation eines Medienproduktes“ sind derzeit fünf Stunden vorgesehen. Für die beiden anderen schriftlich zu prüfenden Prüfungsbereiche stehen jeweils 60 Minuten zur Verfügung. Damit gibt es eine Verteilung der Prüfungszeiten zugunsten der praktischen Prüfung. Weitere Informationen siehe Seite 38. Aktuelle Informationen zu den Prüfungen findet man ca. 6 bis 8 Wochen vor den schriftlichen Prüfungsterminen auf der Website des ZFA unter http://www.zfamedien.de. § 7 Abschluss- oder Gesellenprüfung in der Fachrichtung Beratung und Planung (1) Durch die Abschluss- oder Gesellenprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In der Abschluss- oder Gesellenprüfung soll der Prüfling nachweisen, dass er 1. die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, 2. die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und 3. mit dem im Berufsschulunterricht vermittelten für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist zugrunde zu legen. Die Abschlussprüfung ist fachrichtungsspezifisch ausgerichtet, weshalb für jede Fachrichtung ein eigenständiger Paragraf gilt (§§ 7, 8 und 9). (2) Die Abschluss- oder Gesellenprüfung besteht aus den folgenden Prüfungsbereichen: 1. Projektplanung und -konzeption, 2. Konzeption und Gestaltung, 3. Medienproduktion, 4. Kommunikation, 5. Wirtschafts- und Sozialkunde. Der Prüfungsbereich 1 ist praktisch zu prüfen. Die Prüfungsbereiche 2 bis 5 sind schriftlich zu prüfen. (3) Für den Prüfungsbereich Projektplanung und -konzeption bestehen folgende Vorgaben: Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist, 1. Kundenanforderungen zu analysieren und eine Projektkonzeption zu entwickeln, 2. Medienprodukte unter Berücksichtigung von Personal, Sachmitteln, Kosten und Terminen zu planen, 3. Produktentwürfe zu entwickeln, 4. die Projektkonzeption zu visualisieren und unter Berücksichtigung der Entwürfe zu präsentieren. Der Prüfling soll ein Prüfungsstück I und ein Prüfungsstück II erstellen und zum Prüfungsstück I eine Präsentation durchführen. Das Prüfungsstück I besteht aus einer Projektkonzeption und der Realisierung eines Produktentwurfes. Nach Aushändigung der Aufgabenstellung ist dem Prüfungsausschuss spätestens nach zehn Arbeitstagen die Projektkonzeption vorzulegen. Die Realisierung des Produktentwurfes soll 6,5 Stunden nicht überschreiten. Die Projektkonzeption ist dem Prüfungsausschuss zu präsentieren. Die Präsentation soll eine Dauer von 30 Minuten nicht überschreiten. Bei der Aufgabenstellung für das Prüfungsstück II ist die im Ausbildungsvertrag festgelegte Wahlqualifikation nach § 4 Absatz 3 Nummer 3 zu berücksichtigen. Die Anfertigung des Prüfungsstücks II soll die Dauer von zwei Stunden nicht überschreiten. Das Prüfungsstück I ist mit 50 Prozent, die Präsentation mit 25 Prozent und das Prüfungsstück II mit 25 Prozent zu gewichten. Dieser Teil bezieht sich auf den praktischen Teil der Abschlussprüfung. Zunächst werden unter den Ziffern 1. bis 5. die Kompetenzen aufgeführt, die in diesem Prüfungsbereich nachzuweisen sind. Zu beachten ist, dass beim Prüfungsstück der Prüfungsausschuss nur das Endergebnis beurteilt und nicht den Fertigungsweg, wie dies bei einer Arbeitsprobe der Fall ist. Von den insgesamt neun Stunden, die für diesen Prüfungsteil zur Verfügung stehen, entfallen 6,5 Stunden auf die Realisierung des Produktentwurfes, 30 Minuten stehen für die Präsentation zur Verfügung und zwei Stunden für das Prüfungsstück II, das in dieser Fachrichtung entweder die kaufmännische Auftragsbearbeitung II (Kalkulation) oder Kommunikationsplanung und Erfolgskontrolle sein wird. Zu beachten ist, dass die Präsentation (30 Minuten) mit 25 Prozent des praktischen Prüfungsteils gewichtet wird. 16 Mediengestalter Digital und Print | Mediengestalterin Digital und Print

Mediengestalter Digital und Print | Mediengestalterin Digital und Print Verordnung Verordnungsteil (4) Für den Prüfungsbereich Konzeption und Gestaltung bestehen folgende Vorgaben: Der Prüfling soll darstellen, dass er in der Lage ist, 1. Auftragsplanungen durchzuführen, Auftragsunterlagen zu prüfen und Arbeitsanweisungen zu erstellen, 2. Gestaltungsgrundsätze zielgruppen- und medienspezifisch anzuwenden und dabei Medien elemente nach Inhalt und Aussage auszuwählen, 3. Medienprodukte zu gestalten, zu beurteilen und zu optimieren, 4. medienrechtliche Vorschriften zu berücksichtigen, 5. Ideen mittels Kreativitätstechniken zu entwickeln und in Projektkonzeptionen umzusetzen, 6. Präsentationstechniken anzuwenden, 7. Marktanalysen und Ergebnisse von Marktforschung auszuwerten sowie Bedürfnisse und Verhaltensweisen von Mediennutzern zu analysieren, 8. Kundenkontakte auszuwerten. Erläuterungen Der Prüfungsbereich Konzeption und Gestaltung wird schriftlich geprüft. Aufgeführt sind die Kompetenzen, die der Prüfling in diesem schriftlichen Prüfungsteil darstellen soll. Weitere Informationen siehe Seite 41. Aktuelle Informationen zu den Prüfungen findet man ca. 6 bis 8 Wochen vor den schriftlichen Prüfungsterminen auf der Website des ZFA unter http://www.zfamedien.de. Der Prüfling soll schriftlich praxisbezogene Aufgaben bearbeiten. Die Prüfungszeit beträgt 90 Minuten. (5) Für den Prüfungsbereich Medienproduktion bestehen folgende Vorgaben: Der Prüfling soll darstellen, dass er in der Lage ist, 1. Zusammenhänge von medienspezifischen Arbeitsabläufen, Datenflüssen und Schnitt stellen für die Arbeitsorganisation aufzuzeigen, 2. Daten auftragsspezifisch zu erstellen, produktionsorientiert zu bearbeiten, zusammenzustellen und zu verwalten, 3. Daten nach technischen Qualitätskriterien zu prüfen, 4. Entwurfsdateien mediengerecht und produktionsfähig zu erstellen, 5. branchenspezifische Hard- und Software auftragsgerecht einzusetzen. Der Prüfungsbereich Medienproduktion wird schriftlich geprüft. Aufgeführt sind die Kompetenzen, die der Prüfling in diesem schriftlichen Prüfungsteil darstellen soll. Weitere Informationen siehe Seite 41. Aktuelle Informationen zu den Prüfungen findet man ca. 6 bis 8 Wochen vor den schriftlichen Prüfungsterminen auf der Website des ZFA unter http://www.zfamedien.de. Der Prüfling soll schriftlich praxisbezogene Aufgaben bearbeiten. Die Prüfungszeit beträgt 90 Minuten. (6) Für den Prüfungsbereich Kommunikation bestehen folgende Vorgaben: Der Prüfling soll darstellen, dass er in der Lage ist, 1. deutsch- und englischsprachige Informationsquellen zu nutzen, 2. Korrekturen normgerecht durchzuführen, 3. Kommunikationsformen und -regeln anzuwenden, 4. Kommunikationswege und -mittel zu nutzen, 5. Arbeitsabläufe und -ergebnisse zu dokumentieren. In den Ziffern 1. bis 5. sind die Kompetenzen dargestellt, die in dem Prüfungsbereich nachzuweisen sind. Sie machen deutlich, dass englischsprachige Teile in der Prüfung ebenso vorkommen können wie die Anwendung normgerechter Korrekturzeichen, die Interpretation von Arbeitsabläufen, die Dokumentation von Arbeitsergebnissen sowie die Anwendung von Kommunikationsregeln, -wegen und -mitteln. Der Prüfling soll schriftlich praxisbezogene Aufgaben bearbeiten. Die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten. (7) Für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen folgende Vorgaben: Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist, allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufsund Arbeitswelt darzustellen und zu beurteilen. Hier werden weiterhin die PAL-Prüfungsaufgaben zur Anwendung kommen. Der Prüfling soll schriftlich praxisbezogene Aufgaben bearbeiten. Die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten. (8) Die einzelnen Prüfungsbereiche sind wie folgt zu gewichten: 1. Projektplanung und -konzeption mit 50 Prozent, 2. Konzeption und Gestaltung mit 15 Prozent, 3. Medienproduktion mit 15 Prozent, 4. Kommunikation mit 10 Prozent, 5. Wirtschafts- und Sozialkunde mit 10 Prozent. Die praktische Aufgabe „Projektplanung und -konzeption“ wird mit 50 Prozent der gesamten Abschlussprüfung gewichtet. Die beiden fachspezifischen Prüfungsbereiche 2 und 3 werden mit jeweils 15 Prozent etwas höher gewichtet als die Prüfungsbereiche 4 und 5 mit jeweils 10 Prozent. 17 Zentral-Fachausschuss Berufsbildung Druck und Medien (ZFA)