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Infobroschüre Mediengestalter Digital und Print

Mediengestalter Digital und Print / Mediengestalterin Digital und Print Pünkt­lich zum Aus­bildungs­start erschien die Medien­gestal­ter-Broschüre. Die Teil­novellierung mit den neuen Wahlqualifika­tio­nen ist am 1. August 2013 in Kraft getre­ten. Die Broschüre informiert über die Neuerun­gen, ver­schiedene Tätigkeits- und Aus­bildungs­profile, die Aus­bildungs­struktur, die Ver­ord­nung mit Erläu­terun­gen, den Aus­bildungs­rah­men­plan und über Prüfungs­strukturen und Rahmen­lehr­plan.

Verordnung

Verordnung Mediengestalter Digital und Print | Mediengestalterin Digital und Print Verordnung über die Berufsausbildung zum Mediengestalter Digital und Print /zur Mediengestalterin Digital und Print vom 26. April 2013 Verordnungsteil § 1 Staatliche Anerkennung des Ausbildungsberufes Der Ausbildungsberuf des Mediengestalters Digital und Print und der Mediengestalterin Digital und Print wird staatlich anerkannt 1. nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes und 2. nach § 25 der Handwerksordnung zur Ausbildung für das Gewerbe Nummer 40 „Drucker“ der Anlage B Abschnitt 1 der Handwerksordnung. Erläuterungen Die Ausbildungsordnung ist eine allgemein verbindliche Rechtsvorschrift für die Ausbildung im Betrieb. Die Verordnung und der individuell zu erstellende betriebliche Ausbildungsplan sind Bestandteile des Berufsausbildungsvertrages, die vor Beginn der Ausbildung dem Auszubildenden auszuhändigen sind. Die Verordnung gilt sowohl für die Ausbildung im Handwerk als auch für die Ausbildung in Industriebetrieben. Die staatliche Anerkennung bedeutet, dass die Berufsausbildung bundeseinheitlich geregelt ist. Zum Mediengestalter Digital und Print darf nur nach dieser Verordnung ausgebildet werden. § 2 Dauer der Berufsausbildung Die Berufsausbildung dauert drei Jahre. Die Ausbildungszeit ist so bemessen, dass ein durchschnittlich begabter Auszubildender das Ausbildungsziel erreichen kann. § 3 Struktur der Berufsausbildung Die Berufsausbildung gliedert sich in 1. gemeinsame Ausbildungsinhalte, 2. fachrichtungsbezogene Ausbildungsinhalte in einer der Fachrichtungen a) Beratung und Planung, b) Konzeption und Visualisierung, c) Gestaltung und Technik sowie 3. vom Ausbildenden im Ausbildungsvertrag festzulegende Wahlqualifikationen aus den Auswahl listen I bis III nach § 4 Absatz 3 Nummer 1 bis 3. Die Fachrichtung ist Bestandteil der Berufsbezeichnung. Damit wird die fachspezifische Ausbildung verdeutlicht. Der Ausbildungsbetrieb und der Auszubildende müssen sich beim Abschluss des Berufsausbildungsvertrages auf eine der aufgezeigten Fachrichtungen einigen. Ebenso sind die festzulegenden Wahlqualifikationen Bestandteil des Ausbildungsvertrages. Ein Fachrichtungswechsel bzw. ein Wechsel der Wahl qualifikationen während der Ausbildungszeit ist bei Einverständnis beider Vertragspartner (Betrieb, Auszubildender) bei der zuständigen Stelle möglich. § 4 Ausbildungsrahmenplan, Ausbildungsberufsbild (1) Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die im Aus bildungsrahmenplan (Anlage) aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit). Eine von dem Ausbildungsrahmenplan abweichende Organisation der Ausbildung ist insbesondere insoweit zulässig, als betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern. Das Ausbildungsberufsbild kennzeichnet die Berufsbildpositionen, die im Ausbildungsrahmenplan (siehe Seite 23 ff), einschließlich der Fachrichtungen und Wahlqualifikationen ausführlich beschrieben sind. Die aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sind Mindestanforderungen. Darüber hinaus können weitere betriebsbezogene Qualifikationen vermittelt werden. Über die Vermittlung der Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten soll eine präzise, verantwortungsvolle, eigenständige, sicherheitsbewusste und leistungsorientierte Arbeitsweise des Auszubildenden erreicht werden. Am Ende der Ausbildungszeit wird erwartet, dass der Auszubildende nach Arbeitsanweisungen und unter Beachtung der entsprechenden Vorgaben gemäß den Prüfungsanforderungen der entsprechenden Fachrichtung Arbeitsaufträge selbstständig planen, durchführen und kontrollieren kann. (2) Die Berufsausbildung gliedert sich wie folgt: Abschnitt A Gemeinsame Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten: 1. Arbeitsorganisation, 2. Gestaltungsgrundlagen, 3. Datenhandling, 4. Medienintegration, 5. Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht, 6. Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes, 7. Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, 8. Umweltschutz; Die Positionen 1 bis 4 umfassen die fachbezogenen Inhalte der Grund- und Fachbildung für das 1. und 2. Ausbildungsjahr, wobei zu berücksichtigen ist, dass zusätzlich noch 2 Wahlqualifikationen aus der Auswahlliste I zu vermitteln sind. Die Positionen 5 bis 8 sind während der gesamten Ausbildung, auch in Verbindung mit den fachbezogenen Inhalten, zu vermitteln. 12 Mediengestalter Digital und Print | Mediengestalterin Digital und Print

Mediengestalter Digital und Print | Mediengestalterin Digital und Print Verordnung Verordnungsteil Abschnitt B Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Beratung und Planung: 1. Kommunikation und Kooperation, 2. kundenorientierte Marketingmaßnahmen, 3. Projektplanung und Konzeption, 4. Kundenbeziehungen und Präsentation, 5. zwei Wahlqualifikationen aus der Auswahlliste I nach Absatz 3 Nummer 1, 6. zwei Wahlqualifikationen aus der Auswahlliste II nach Absatz 3 Nummer 2, 7. eine Wahlqualifikation aus der Auswahlliste III nach Absatz 3 Nummer 3; Erläuterungen Hier sind die fachbezogenen Inhalte der Fachrichtung Beratung und Planung aufgeführt. Abschnitt C Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Konzeption und Visualisierung: 1. Analyse des Auftrags und Erarbeitung der Konzeption, 2. Visualisierung der Ideen und Entwürfe, 3. Gestaltungsabstimmung, 4. mediengerechte Ausarbeitung, 5. zwei Wahlqualifikationen aus der Auswahlliste I nach Absatz 3 Nummer 1, 6. zwei Wahlqualifikationen aus der Auswahlliste II nach Absatz 3 Nummer 2, 7. eine Wahlqualifikation aus der Auswahlliste III nach Absatz 3 Nummer 3; Hier sind die fachbezogenen Inhalte der Fachrichtung Konzeption und Visualisierung aufgeführt. Abschnitt D Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Gestaltung und Technik: 1. Arbeitsplanung, 2. gestaltungsorientierte Produktion, 3. technisch orientierte Produktion, 4. Übergabe- und Ausgabeprozesse, 5. zwei Wahlqualifikationen aus der Auswahlliste I nach Absatz 3 Nummer 1, 6. zwei Wahlqualifikationen aus der Auswahlliste II nach Absatz 3 Nummer 2, 7. eine Wahlqualifikation aus der Auswahlliste III nach Absatz 3 Nummer 3. Hier sind die fachbezogenen Inhalte der Fachrichtung Gestaltung und Technik aufgeführt. (3) Die Wahlqualifikationen der einzelnen Fachrichtungen ergeben sich aus den folgenden Auswahllisten I, II und III (siehe nächste Seite). Auf der folgenden Seite sind die Wahlqualifikationen mit der entsprechenden Zuordnung zu den Fachrichtungen dargestellt. Zu wählen sind zwei W1-Qualifikationen, zwei W2-Qualifikationen und eine W3-Qualifikation. Die beiden W1-Qualifikationen sind in den ersten 18 Monaten der Ausbildung zu vermitteln. Die beiden W2-Qualifikationen und die W3-Qualifikation werden im 3. Ausbildungsjahr in der Fachrichtung vermittelt. 13 Zentral-Fachausschuss Berufsbildung Druck und Medien (ZFA)