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Infobroschüre Medienfachwirt PrintIndustriemeister Printmedien.pdf

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Meister haben in der Druckbranche eine lange Tradition. Sie waren und sind in den mittleren Führungsebenen von Druckunternehmen eine feste Größe. Neue Anforderungen in der Druck- und Medienwirtschaft haben seit Mitte der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts die Anforderungsprofile wesentlich verändert. Ende der neunziger Jahre wurde deshalb auch für die Weiterbildung in der Druckvorstufe einschließlich der Kreativwirtschaft sowie für das neue Geschäftsfeld Digitalmedienproduktion ein neues Qualifikationsprofil geschaffen: der Medienfachwirt. In der betrieblichen Praxis wurden die beiden Weiterbildungsprofile, Medienfachwirt und Industriemeister, sehr gut angenommen. Sie stellen heute in den Unternehmen die Mehrzahl der mittleren Führungskräfte dar; nicht zu- letzt, weil Veränderungen der Branche in die Prüfungen einfließen und diese somit den aktuellen Anforderungsprofilen der Druck- und Medienwirtschaft entsprechen. Um die Struktur, die Verzahnung, aber auch die Unterschiede der drei Weiterbildungsprofile deutlich zu machen, wurden die anerkannten Fortbildungsabschlüsse „Geprüfter Medienfachwirt Print“, „Geprüfter Medienfachwirt Digital“ und „Geprüfter Industriemeister Printmedien“ in einer gemeinsamen Medien-Fortbildungsverordnung zusammengefasst. Mit diesem innovativen Konzept sind die Weiterbildungsmöglichkeiten in der Medienwirtschaft zukunfts- orientiert ausgerichtet und bieten somit Führungskräften eine gute Basis, um die dynamische Entwicklung in der Druck- und Medienwirtschaft weiter- hin aktiv mitgestalten zu können. In der vorliegenden Broschüre werden insbesondere die zugrunde liegenden Kompetenzprofile, die neuen Prüfungsstrukturen sowie die Prüfungsanforderungen der jeweiligen Qualifizierungsschwerpunkte dargestellt.

6 Meister-BAföG 6

6 Meister-BAföG 6 Meister-BAföG Die Aufstiegsqualifi zierungen der Medienwirtschaft unterliegen den Regelungen des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), dem sogenannten „Meister-BAföG“. Gefördert werden Teilnehmer von Teilzeit- und Vollzeitmaßnahmen, wobei die Höhe der Förderung von bestimmten Faktoren abhängig ist. 6.1 Förderberechtigung Förderungsberechtigt sind deutsche Staatsbürger und Personen aus Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Voraussetzung ist, dass der Antragsteller eine anerkannte, abgeschlossene Erstausbildung oder einen vergleichbaren Berufsabschluss hat. Eine Altersgrenze besteht nicht. 6.2 Förderhöhe Das AFBG sieht einen Beitrag zu Lehrgangs- und Prüfungsgebühren und den Kosten des Prüfungsstücks vor. Bei Vollzeitmaßnahmen können zudem eigene Unterhaltskosten und Unterhaltskosten für Ehepartner und Kinder gefördert werden. Die Förderung wird einkommens- und vermögensabhängig gewährt. Über Art und Höhe des Förderanspruchs entscheiden von den Ländern bestimmte Behörden. Das Darlehen selbst wird über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ausgezahlt. 6.3 Erfolgreicher Prüfungsabschluss wird belohnt Neben dem persönlichen Qualifi zierungsanreiz schaffen die Förderungsregelungen eine zusätzliche Motivation zum Weiterbildungsabschluss: Erfolgreichen Prüfungsteilnehmern werden als Leistungsanreiz 25 Prozent des Restdarlehens für die Lehrgangsund Prüfungsgebühren erlassen. 6.4 Antragstellung Anträge auf Meister-BAföG sind im Regelfall bei den kommunalen Ämtern für Ausbildungsförderung bei den Kreisen und kreisfreien Städten am ständigen Wohnsitz des Antragsstellers zu stellen. Der Förderantrag sollte dort rechtzeitig vor Beginn der Fortbildungsmaßnahme eingehen. Denn die Förderung mit Unterhaltsbeiträgen erfolgt ab Maßnahmebeginn, frühestens jedoch ab dem Antragsmonat. Spätestens muss eine Förderung bis zum Ende der Fortbildungsmaßnahme beantragt werden. Bei selbstständigen Fortbildungsabschnitten gilt das Ende des jeweiligen Abschnittes. 6.5 Informationen Ausführliche Informationen zu Fördervoraussetzungen, Antragsformularen etc. fi nden sich über den Link: www.meister-bafoeg.info und der gebührenfreien Hotline: (08 00) 6 22 36 34. 20 Industriemeister/in Printmedien | Medienfachwirt/in Print | Medienfachwirt/in Digital

7 Vorbereitungslehrgänge 7 Vorbereitungslehrgänge Zur Vorbereitung auf die Prüfung empfi ehlt sich der Besuch von Lehrgängen, die regionale Bildungsträger meist unter der Federführung der örtlichen Industrie- und Handelskammer oder der Druck- und Medienverbände durchführen. Für die Stundenverteilung der Vorbereitungslehrgänge haben die Sachverständigen des DIHK und des ZFA Richtwerte herausgegeben, die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt sind. Die empfohlenen Zeiten können von den Lehrgangsträgern zum Teil unter- bzw. überschritten werden. Sie sind ein Maß für die Gewichtung der einzelnen Qualifi kationseinheiten. Bei parallel aufgeführten Unterrichtsfächern (Spezialisierungen) gilt die Stundenangabe alternativ je Spezialisierung. Informationen zu Vorbereitungslehrgängen erhält man über den Verband der Druck- und Medienindustrie oder die örtliche IHK. Die Lehrgänge werden entweder in Teilzeitform (berufsbegleitend) oder in Vollzeitform angeboten. Der Zeitaufwand variiert in der Teilzeitform zwischen 18 und 36 Monaten und in der Vollzeitform zwischen 8 und 12 Monaten (je nach Wochenstunden). Std. Industriemeister Printmedien Medienfachwirt Print Medienfachwirt Digital 850 Lern- und Arbeitsmethodik 10 1 Grundlegende Qualifi kationen 280 1.1 Rechtsbewusstes Handeln 60 1.2 Betriebswirtschaftliches Handeln 70 1.3 Anwendung von Methoden der Information, Kommunikation und Planung 80 1.4 Zusammenarbeit im Betrieb 70 2 Handlungsspezifi sche Qualifi kationen 560 2.1 Handlungsbereich Medienproduktion 340 2.1.1 Produkte und Prozesse der Print- und Digitalmedienproduktion 30 2.1.2 Printmedienproduktion Digitalmedienproduktion 90 2.1.3 Druck- und Druckweiterverarbeitungsprozesse Druckvorstufenprozesse Digitalmedienprozesse 90 2.1.4 Printmedienkalkulation und Produktionsplanungssysteme Digitalmedienkalkulation und Produktionsplanungssysteme 90 2.1.5 Vorbereitung auf Gesamtplanung 40 2.2 Handlungsbereich Führung und Organisation 220 2.2.1 Personalmanagement 90 2.2.2 Marketing 50 2.2.3 Kosten- und Leistungsmanagement 40 2.2.4 Medienrechtliche Vorschriften 40 AEVO (Anzahl der Stunden abhängig von der jeweiligen IHK) Richtwerte des ZFA für die Stundenverteilung der Vorbereitungslehrgänge entsprechend dem DIHK-Rahmenplan 21 Zentral-Fachausschuss Berufsbildung Druck und Medien (ZFA)

Aus- und Weiterbildung im NordOsten (bkdmno)

Überbetriebliche Ausbildung Druck & Medien im NordOsten Stand 2020
ANMELDEBOGEN: Überbetriebliche Ausbildung Druck & Medien im NordOsten Stand 2020
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