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Infobroschüre Medienfachwirt PrintIndustriemeister Printmedien.pdf

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Meister haben in der Druckbranche eine lange Tradition. Sie waren und sind in den mittleren Führungsebenen von Druckunternehmen eine feste Größe. Neue Anforderungen in der Druck- und Medienwirtschaft haben seit Mitte der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts die Anforderungsprofile wesentlich verändert. Ende der neunziger Jahre wurde deshalb auch für die Weiterbildung in der Druckvorstufe einschließlich der Kreativwirtschaft sowie für das neue Geschäftsfeld Digitalmedienproduktion ein neues Qualifikationsprofil geschaffen: der Medienfachwirt. In der betrieblichen Praxis wurden die beiden Weiterbildungsprofile, Medienfachwirt und Industriemeister, sehr gut angenommen. Sie stellen heute in den Unternehmen die Mehrzahl der mittleren Führungskräfte dar; nicht zu- letzt, weil Veränderungen der Branche in die Prüfungen einfließen und diese somit den aktuellen Anforderungsprofilen der Druck- und Medienwirtschaft entsprechen. Um die Struktur, die Verzahnung, aber auch die Unterschiede der drei Weiterbildungsprofile deutlich zu machen, wurden die anerkannten Fortbildungsabschlüsse „Geprüfter Medienfachwirt Print“, „Geprüfter Medienfachwirt Digital“ und „Geprüfter Industriemeister Printmedien“ in einer gemeinsamen Medien-Fortbildungsverordnung zusammengefasst. Mit diesem innovativen Konzept sind die Weiterbildungsmöglichkeiten in der Medienwirtschaft zukunfts- orientiert ausgerichtet und bieten somit Führungskräften eine gute Basis, um die dynamische Entwicklung in der Druck- und Medienwirtschaft weiter- hin aktiv mitgestalten zu können. In der vorliegenden Broschüre werden insbesondere die zugrunde liegenden Kompetenzprofile, die neuen Prüfungsstrukturen sowie die Prüfungsanforderungen der jeweiligen Qualifizierungsschwerpunkte dargestellt.

4 Prüfungsorganisation

4 Prüfungsorganisation 10 4.4 Mündliche Ergänzungsprüfungen im Prüfungsteil Handlungsspezifische Qualifikationen Auch hier besteht, bei einer nicht ausreichenden Bewertung einer Situationsaufgabe, die Möglichkeit einer mündlichen Ergänzungsprüfung. Die Bewertung der schriftlichen Prüfungsleistung und die der mündlichen Ergänzungsprüfung werden zu einer Bewertung der Prüfungsleistung zusammengefasst. Dabei wird die Bewertung der schriftlichen Prüfungsleistung doppelt gewichtet. Im Prüfungsbereich „Projektarbeit“ besteht keine Möglichkeit einer mündlichen Ergänzungsprüfung. Hier ist in jedem Fall eine neue schriftliche Hausarbeit anzufertigen, diese zu präsentieren und in einem Fachgespräch Fragestellungen dazu zu erläutern. 4.5 Anrechnung anderer Prüfungsleistungen Der Prüfungsteilnehmer ist auf Antrag von der Ablegung einzelner Prüfungsbestandteile durch die zuständige Stelle zu befreien, wenn eine andere vergleichbare Prüfung vor einer öffentlichen oder staatlich anerkannten Bildungseinrichtung oder vor einem staatlichen Prüfungsausschuss erfolgreich abgelegt wurde und die Anmeldung zur Fortbildungsprüfung innerhalb von fünf Jahren nach der Bekanntgabe des Bestehens der anderen Prüfung erfolgt. 4.6 Bewerten der Prüfungsteile Die Prüfungsteile „Grundlegende Qualifi kationen“ und „Handlungsspezifi sche Qualifi kationen“ sind gesondert zu bewerten. Für den Prüfungsteil „Grundlegende Qualifi kationen“ ist eine Note aus dem arithmetischen Mittel der Punktebewertungen der Leistungen in den einzelnen Prüfungsbereichen zu bilden. Im Prüfungsteil „Handlungsspezifi sche Qualifi kationen“ ist für jede schriftliche Situationsaufgabe sowie die Projektarbeit jeweils eine Note aus der Punktebewertung der Prüfungsleistung zu bilden. Für den Prüfungsbereich „Projektarbeit“ ist eine Note aus der Punktebewertung der Gesamtplanung als schriftliche Hausarbeit sowie der mündlichen Präsentation und des Fachgesprächs zu bilden. Dabei sind die einzelnen Prüfungsgebiete wie folgt zu gewichten: 1. schriftliche Hausarbeit 50 Prozent, 2. mündliche Präsentation 25 Prozent, 3. Fachgespräch 25 Prozent. Die Punktebewertungen der Gesamtplanung als schriftliche Hausarbeit sowie der mündlichen Präsentation einschließlich des Fachgesprächs sind gesondert auszuweisen. Dabei ist aus den Bewertungen der mündlichen Präsentation und des Fachgesprächs ein arithmetisches Mittel nach Punkten zu bilden. 4.7 Bestehen der Prüfung Die Prüfung ist bestanden, wenn im Prüfungsteil „Grundlegende Qualifi kationen“ in den Prüfungsbereichen jeweils mindestens ausreichende Leistungen und im Prüfungsteil „Handlungsspezifi sche Qualifi kationen“ in den einzeln bewerteten Situationsaufgaben jeweils mindestens ausreichende Leistungen erbracht wurden. Ferner müssen innerhalb der Projektarbeit sowohl in der Gesamtplanung als schriftliche Hausarbeit als auch in der mündlichen Präsentation einschließlich des Fachgesprächs mindestens ausreichende Leistungen erbracht worden sein. 4.8 Wiederholungsprüfungen Jeder nicht bestandene Prüfungsteil kann zweimal wiederholt werden. Wer an einer Wiederholungsprüfung teilnimmt und sich innerhalb von zwei Jahren, gerechnet vom Tage der Beendigung des nicht bestandenen Prüfungsteils an, zur Wiederholungsprüfung anmeldet, wird auf Antrag von der Prüfung in einzelnen Prüfungsbereichen befreit, wenn die darin in einer vorangegangenen Prüfung erbrachten Leistungen ausgereicht haben. Wurde im Prüfungsbereich „Projektarbeit“ die Prüfungsleistung für die Präsentation einschließlich des Fachgesprächs schlechter als ausreichend bewertet, ist in der Wiederholungsprüfung auch eine neue Gesamtplanung anzufertigen. 4.9 Zeugnisse Über das Bestehen der Prüfung ist ein zweiteiliges Zeugnis auszustellen (siehe folgende Seiten). In dem zweiten Teil (siehe Seite 12) des Zeugnisses werden die im Prüfungsteil „Grundlegende Qualifi kationen“ erzielte Note und die Punktebewertungen in den einzelnen Prüfungsbereichen sowie die im Prüfungsteil „Handlungs spezifi sche Qualifi kationen“ in den einzelnen Prüfungsbereichen erzielten Noten und Punktebewertungen eingetragen. Im Fall der Freistellung von Prüfungsteilen werden Ort und Datum sowie Bezeichnung des Prüfungsgremiums der anderweitig abgelegten Prüfung angegeben. Der Nachweis über den Erwerb der berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse wird im Zeugnis eingetragen. Industriemeister/in Printmedien | Medienfachwirt/in Print | Medienfachwirt/in Digital

4 Prüfungsorganisation MUSTER (Bezeichnung der zuständigen Stelle) ZEUGNIS über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Medienfachwirt Print/Geprüfte Medienfachwirtin Print Herr/Frau geboren am hat am in die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Medienfachwirt Print/Geprüfte Medienfachwirtin Print nach der Medien-Fortbildungsverordnung vom 21. August 2009 (BGBl. I S. 2894) bestanden. Datum Unterschrift(en) (Siegel der zuständigen Stelle) Muster-Zeugnis: Medienfachwirt Print/Medienfachwirtin Print 11 Zentral-Fachausschuss Berufsbildung Druck und Medien (ZFA)

Aus- und Weiterbildung im NordOsten (bkdmno)

Überbetriebliche Ausbildung Druck & Medien im NordOsten Stand 2020
ANMELDEBOGEN: Überbetriebliche Ausbildung Druck & Medien im NordOsten Stand 2020
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